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„Machines“


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Wart ihr schon einmal in einer Textilfabrik in Indien? Nein? Kein Problem! Regisseur Rahul Jain nimmt euch in seinem Film “Machines” mit auf eine filmische Betriebsbesichtigung. Mit dabei: Rodrigo Trejo Villanueva, preisgekrönter Kameramann aus Mexiko. Und dieser sorgt mit seiner eindrucksvollen Kameraarbeit dafür, dass man als Zuschauer sofort mittendrin ist im schweißtreibenden Gewühl der Arbeiter, im lärmenden Stakkato der großen Maschinen und inmitten stinkender Farben und Chemikalien. Villanuevas gekonntes Spiel mit Schärfe und Unschärfe, der Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven sowie die atmosphärische Bildkomposition machen die Dokumentation zu einem sehenswerten Film.


“Machines” wirkt durch diese Kamerabilder und die unverblümte Darstellung der Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen in der Fabrik arbeiten. Ungeschönt sind auch die Aussagen bei den Interviews, bei denen die riesige Kluft zwischen dem Management und den Arbeitern noch viel deutlicher wird. Fast fühlt man sich hineinversetzt in längst vergangen geglaubte Zeiten, als auch hierzulande Hunderttausende Menschen in mühevoller Akkordarbeit in den Fabriken schuften mussten, um sich und ihren Familien gerade das Nötigste zum Essen kaufen zu können. Darauf hinzuweisen, dass diese Missstände auch heute noch auf unserer Erde existieren, ist wohl das erklärte Ziel dieses Films, was Regisseur Rahul Jain nicht zuletzt aufgrund der eindrucksvollen Kameraarbeit von Rodrigo Trejo Villanueva auch nachhaltig gelingt.



Foto: Zoom Medienfabrik GmbH


„Die Liebhaberin“


Foto: Grandfilm

Die 32-jährige Belén stammt aus armen Verhältnissen. Als sie bei einer reichen Familie in einem der Nobel-Vororte von Buenos Aires eine Anstellung als Haushälterin findet, scheint ihr Leben in gesicherten Bahnen zu verlaufen. Ohne besondere Vorkommnisse versieht Belén ihren Job und wohnt in dem feudalen Haus. Eines Tages entdeckt Belén jedoch unmittelbar in der Nachbarschaft etwas, das sie magisch in ihren Bann zieht: ein Nudistencamp. Zunächst geleitet von ihren geheimen voyeuristischen Gelüsten, dringt die Frau immer mehr in die geheimnisvolle Gemeinschaft vor, und wird schließlich zu einem akzeptierten Mitglied. Doch je mehr Belén die Welt der erotisch-sexuellen Leidenschaften entdeckt, desto mehr entfernt sie sich von ihrer Arbeit und ihrem Leben als Haushälterin. Bis sich schließlich beide Welten direkt aufeinanderprallen…


„Die Liebhaberin“ ist eine argentinisch-österreichisch-südkoreanische Co-Produktion. Der Film lebt vom ständigen Hin und Her zwischen den beiden Welten, den totalen Gegensätzen, den  Gelüsten in einer freien Welt, und den unterdrückten Gefühlen in einer (scheinbar) geordneten Welt, deren Fassade in der Konfrontation mit ihrem Pendant völlig in sich zusammenfällt. Bemerkenswert: Der Film  kommt im wahrsten Sinne des Wortes ohne viele Worte aus, spricht primär durch die Sprache seiner Bilder und durch die außergewöhnliche schauspielerische Leistung der Protagonistin Belén, dargestellt von Iride Mockert.