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„Zama“


Don Diego de Zama, gespielt vom mexikanischen Schauspieler Daniel Giménez,  ist ein in Südamerika geborener Offizier der Spanischen Krone. Er ist in einem kleinen, unbedeutenden Posten an der Küste stationiert und wartet sehnsüchtig darauf, dass der spanische König endlich seine Versetzung nach Buenos Aires anordnet. Doch die Jahre vergehen, und nichts geschieht. Und das, obwohl Zama alle Anordnungen der Gouverneure ohne Murren ausführt. Gelangweilt und frustriert entscheidet sich Zama schließlich, etwas für ihn völlig Untypisches zu tun: Er schließt sich einer Gruppe verwegener Soldaten an, die einen gefürchteten Banditen jagen - ein Unterfangen voller Risiken, Gefahren, und auf eigene Faust. Und mit einem überraschenden Ausgang.

Der von der bekannten argentinischen Regisseurin Lucrecia Martel produzierte Kinofilm basiert auf einem gleichnamigen Roman des ebenfalls aus Argentinien stammenden Schriftstellers Antonio di Benedetto. Während der Plot der Geschichte nicht viel Überraschendes mit sich bringt, sind es vielmehr die szenische Ausstattung und der Charakter als Zeitdokument, die Zama zu einem sehenswerten Film machen. So entführt Martel den Zuschauer in eine Zeitepoche, die geprägt war von großen Träumen und Sehnsüchten, und von nicht weniger vielen Enttäuschungen und Tristesse. Eine Zeitepoche, in der sich Gewinner (der Kolonialzeit) herauskristallisierten, ebenso wie Verlierer. Zama ist ein Symbol für den (aussichtslosen) Kampf vieler Menschen für eine bessere Zukunft. Doch wie bei vielen anderen auch führt der verzweifelte Weg zum Besseren für Zama schlussendlich in die völlige Katastrophe.



Foto: GRANDFILM